Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB)

Die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB) ist eine freiwillige Vereinigung von Frauen u. Männern, die die Anliegen der Arbeitnehmer in die Kirche einbringen u. die Verbindung von Glauben u. Leben im Alltag bezeugen. Sie setzt sich für die Belange der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein, für Arbeitslose, Familien, Frauen, Senioren und für die sozial Schwachen in unserer Gesellschaft. 
Mit verschiedensten Bildungsangeboten sorgen wir dafür, dass unsere Mitglieder in Familie, Beruf und Gesellschaft am Puls der Zeit bleiben. Die Aktivitäten der KAB richten sich nicht ausschließlich an die eigenen Mitglieder, sondern stehen allen offen, die sich den gesellschaftspolitischen Zielen der KAB verpflichtet fühlen.
Als Berufsverband bietet die KAB ihren Mitgliedern Beratung und rechtliche Vertretung im Sozialrecht, Steuerrecht und Arbeitsrecht an.
Der KAB-Ortsverband Hohenau besteht aus ca. 40 Mitgliedern. 
Kommen Sie doch einfach einmal zu einer unserer Veranstaltungen. Wir freuen uns auf Sie!

Wenn Sie Fragen, Probleme oder Interesse an der KAB oder ihren Angeboten haben 
wenden Sie sich bitte an
Frau Katharina Schreib
, Kirchl-Siedlung 222, 94545 Hohenau


Selbstverständnis, Ziele und Aufgaben
Die KAB ist kirchliche Bewegung
Die KAB ist Bewegung für Gerechtigkeit
Die KAB ist Selbsthilfebewegung und Berufsverband 
mit sozial- und berufspolitischer Zwecksetzung
Die KAB ist Bildungs- und Aktionsbewegung
KAB ist internationale und interkulturelle Bewegung
KAB ist Trägerin der Betriebsseelsorge

Die KAB ist kirchliche Bewegung.     nach oben
Sie entwickelt sich seit 1890 aus der Tradition der Katholischen Arbeiter- und Arbeiterinnenvereine und des Katholischen Werkvolkes. 

Die KAB ist der besonderen Sendung der Kirche für die Armen verpflichtet, zu denen oft genug die Arbeitnehmerschaft gehört, die häufig benachteiligt, schlechter ausgebildet, stimmlos und von der Wirtschaft an den Rand gedrängt ist. Die KAB hält diese Sendung wach, fordert sie ein und repräsentiert sie auch. Sie ist Stimme der arbeitenden Menschen in der Kirche, aber auch Stimme der Kirche in der Arbeitswelt. Diese ist unter den Ansprüchen des Reiches Gottes in Solidarität und Gerechtigkeit zu gestalten, in Umsetzung des Evangeliums, der Katholischen Soziallehre, der Synodenbeschlüsse und entsprechender Kirchenworte. 

 

Die KAB ist Bewegung für Gerechtigkeit.     nach oben
Sie engagiert sich vor allem in den Bereichen Arbeits-, Sozial- und Familienpolitik und den damit verbundenen Rechtsbereichen. Ehrenamtliche und Hauptamtliche verfügen über ein hohes Maß an Fachkompetenz.

Durch Veranstaltungen und Aktionen macht die KAB auf soziale Missstände, Ungerechtigkeiten und Fehlentwicklungen aufmerksam, entwickelt eigene Lösungsmodelle und fordert deren politische Umsetzung ein.

Die KAB wird selbst aktiv in Beschäftigungs- und Qualifizierungsprojekten (Beschäftigungsprojekt "ARBEUS" in Freyung). Sie unterstützt als Christliche Arbeiterhilfe (CAH) Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und deren Familien in Not.

Bei Entlassungen und Betriebsschließungen tritt die KAB mit Betriebsseelsorge und Gewerkschaften öffentlich für die Interessen der Belegschaften ein.

 

Die KAB ist Selbsthilfebewegung und Berufsverband mit sozial- und berufspolitischer Zwecksetzung.     nach oben
Ein vordringliches Aufgabenfeld ist Information, Beratung, Hilfe und Vertretung im Arbeits-, Sozial- und Steuerrecht für die Mitglieder, oft auch in Angelegenheiten und für Menschen, die von anderer Seite keine Unterstützung erfahren. Mit ihrem Engagement in diesem Bereich leisten die Mitglieder und der Verband einen erheblichen Beitrag zum sozialen Frieden. 

Die KAB ist Bildungs- und Aktionsbewegung.     nach oben
Die Bildungsarbeit der KAB ist religiöse, soziale und staatsbürgerliche Bildung und richtet sich insbesondere an

  • ArbeitnehmerInnen und ihre Familien

  • Frauen und Männer in Betriebs- und Personalräten

  • die Frauen im Verband (1998 waren 45% der Mitglieder weiblich)

  • Menschen, die aus dem Erwerbsleben ausgeschieden sind

  • Ehrenamtliche, die im Verband Verantwortung übernehmen

In regelmäßig stattfindenden Seminaren werden Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, sowie Betriebs- und Personalräte in den Grundzügen und Neuregelungen im Sozial- und Arbeitsrecht geschult. Im Bereich Familienbildung veranstaltet die KAB Familien-Wochenenden und eine Familienbildungs- und –Freizeitwoche. 

„Bildung durch Aktion“ hat in der KAB Tradition, so z. B.

  • Windel-, Windrad- und Widerspruchsaktion für einen gerechten Familienlastenausgleich

  • 630-Mark-Job-Aktion für die Sozialversicherungspflicht von geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen

  • Unterschriftenaktion „Sonntag muss Sonntag bleiben“

Ein Schwerpunkt der KAB-Bildungsarbeit ist religiöse Bildung mit theologischen Themen, kirchlicher Soziallehre, Glaubensfragen, Einkehrtagen und Exerzitien.

KAB ist internationale und interkulturelle Bewegung.     nach oben
Sie ist Teil der internationalen Arbeiterbewegung und unterstützt Arbeitnehmer-Projekte, sowie den Auf- und Ausbau der katholischen Arbeitnehmer-Organisationen weltweit als Diözesanverband, Kreis- und Ortsverband.

Zum Beispiel:

  • Partnerschaftliche Hilfen für die PKHD (KAB) in Kroatien

  • Hilfe durch Spenden- und Verkaufsaktionen für Kroatien, Peru, Uganda und Brasilien

  • Bewußtseinsbildung durch „Eine-Welt-Aktion“

  • Unterstützung und Beratung, Bildungsangebote und religiöse Angebote für ausländische Mitbürgerinnen und Mitbürger, Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler, Flüchtlinge und die kroatische KAB-Gruppe

KAB ist Trägerin der Betriebsseelsorge.    nach oben
Betriebsseelsorge ist das Bemühen um all jene, die abhängig beschäftigt sind und in der Betriebshierarchie „unten“ stehen oder durch Arbeitslosigkeit ausgegrenzt werden bzw. wurden. Sie stützt Einzelpersonen in ihrer individuellen Not, z. B. durch Mobbing-, Konflikt- und Schuldnerberatung. Die Betriebsseelsorge begleitet Belegschaften und deren Vertretungen durch Betriebsbesuche, Foren für Betriebs-, Personal- und die Mitarbeitervertretungen, sowie durch Schulungen.

Für kirchliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet die Betriebsseelsorge Aus- und Weiterbildung in der Pastoral für Berufs- und Arbeitswelt. Sie unterstützt die Gründung von Sachausschüssen für Berufs- und Arbeitswelt in Pfarreien und Dekanaten und begleitet sie. Sie erstellt Bausteine zur Gestaltung von Arbeitnehmer-Gottesdiensten.

Ein Schwerpunkt ist der intensive Kontakt zu den Gewerkschaften, zu Arbeitsämtern, Arbeitgebervereinigungen und Sozialämtern.

1998 gab die Betriebsseelsorge den Anstoß für die Gründung der Passauer Arbeitslosen Initiative (PALI).

Die Betriebsseelsorge erreicht gerade auch Menschen, die am Rande der Kirche oder distanziert zu ihr leben.