Georg (von) Pasterwiz wurde am 7. Juni 1730 in Bierhütte, Landkreis Freyung-Grafenau geboren. Sein Vater erhielt vom Bischof von Passau die Brauereiverwaltung der Bierhütte übertragen. Am 8. Februar 1731 wurde Pasterwiz in Hohenau auf den Namen Robert getauft. Das Ehepaar hatte 4 Kinder. 1736 verstarb der Vater. Robert kam in die Klosterschule St. Nikola in Passau. Mit 11 Jahren wurde er ins Kloster Niederalteich geschickt. Dort lernte er eine gediegene musikalische Grundausbildung und das Orgelspiel bei Pater Kilian Krautner.
Mit 14 Jahren bekam Robert ein Stipendium im Stift Kremsmünster, seine Musikalität war mitentscheidend. Mit 16 Jahren war er bereits Tenorsolist.
1750 trat er als Novize ins Kloster ein und nahm den Ordensnamen Georg an. Er studierte dann in Salzburg Theologie, Rechtswissenschaften, Sprachen und Musik. 1755 wurde er zum Priester geweiht, dann widmete er sich noch dem Studium der Kirchenmusik bei Johann Ernst Eberlin. Er wirkte als Lehrer in den Klosterschulen im Stift. 1776 übernahm Pasterwiz die Stiftsmusik und musste dann ein Jahr später die Musik f für die Tausendjahrfeier des Stiftes vorbereiten.
Kaiserliche Erlasse Josefs II. zerstörten jäh das Althergebrachte, die Kirchenmusik wurde in den Klöstern behindert, eingeschränkt und auch verboten. Klöster waren den Aufklärern ein Dorn im Auge. Die Reformen nahmen keine Rücksichten. Der Stiftschor wurde umgestaltet, Musiker entlassen, Noten verschleppt. Die Einschränkungen führten dazu, dass Pasterwiz seine Stelle als Regenschori 1783 niederlegte.
Im gleichen Jahr fuhren die Patres Subprior Doberschütz und Pasterwiz nach Wien zum Kaiser und erreichten, dass das Kloster Kremsmünster nicht aufgelöst wurde, Schulen und Akademie durften weitergeführt werden, die sonstigen Einschränkungen blieben erhalten.
Im Mai 1785 wurde Pasterwiz nach Wien entsandt und wirkte als Agent seines Klosters für die dortigen Besitzungen. Trotz der Arbeit pflegte er die Kirchenmusik in dieser "dunklen Zeit".
Wegen seiner liturgischen Ausbildung wurde er zum Ratgeber für manche kirchliche Komposition der damaligen Wiener Meister. Zu seinem Freundeskreis zählten Gelehrte, Diplomaten sowie die Komponisten Joseph und Michael Haydn, Antonio Salieri, Georg Albrechtsberger und Wolfgang Amadeus Mozart, mit dessen Vater Leopold er schon von Salzburg her kannte. An Sonntagen musizierten diese Herren oft bei Herrn Baron von Swieten, der die Verbindungen zum kaiserlichen Hof nutzte und manche Hilfe für Pasterwiz und sein Kloster ermöglichte.
Nach Josefs Tod bemühten sich Salieri, Albrechtsberger und Posterwiz um die Wiedererweckung der Kirchenmusik in Österreich. Pasterwiz machte die Musik Palestrinas wieder bekannt. Zahlreiche Kompositionen sind von Pasterwiz zu finden.
Ab 1788 folgten ihm seine Schüler Süßmayer und Vogl nach Wien. Süßmayer vollendete Mozarts Requiem, Vogl machte die Lieder Franz Schuberts bekannt.
1793 erlitt er einen Schlaganfall und 1795 kehrte er zurück ins Kloster. 1800 fuhr er nochmals nach Wien und brachte Haydns Schöpfung mit in das Stift. Er feierte im gleichen Jahr sein 50 jähriges Professjubiläum.
Am 26. Januar 1803 verstarb Posterwiz in Kremsmünster nach einem Leben mit großer Schaffenskraft.